Pflegewissenschaft · Artikel

Potenziale und Limitationen von Körperbewegungen bei Pflegeheimbewohner/-innen während musikalisch motivierter intergenerativer Begegnungen – eine explorative Studie (2016-2019)

Maiwald, C.

Pflegewissenschaft, Hungen · 2020 · Heft 5 · S. 307 bis 316 · DOI 10.3936/1774

Abstract

Mit Bezug auf den Körper der Pflegebedürftigen, die Zeit mit Kita-Kindern verbringen, wird ein Phänomen, welches bisher noch nicht beschrieben bzw. erforscht wurde, im Stil des Grounded-Theory-Verfahrens (GTV) untersucht. Die Körperbewegungen der beiden Altersgruppen (Kita-Kinder und Pflegeheimbewohner/-innen) bei musikalisch geprägten Begegnungen sind dafür elementar. Ergebnisse aus einer quantitativen Erhebung (Fragebogen, ausgefüllt durch anleitende Musikfachkräfte, n = 5) und Ergebnisse einer qualitativen Erhebung (Fragebogen, ausgefüllt durch Pflegende/Betreuungskräfte der stationären Altenpflege, n = 15) liegen vor. Die Resultate zeigen, dass sich die Teilnehmenden während derartiger Begegnungen stärker bewegen, als wenn diese Projekte nicht durchgeführt worden wären oder die Bewohner/-innen auf dem Zimmer verblieben wären. Damit können durch Körperbewegungsaktivitäten u. a. in Bezug auf Erkrankungen des Bewegungsapparates prophylaktisch agiert und es kann die Autonomie der Pflegebedürftigen verbessert werden.

Zusammenfassung

Die Studie untersucht die Auswirkungen von musikalisch motivierten intergenerativen Begegnungen zwischen Kindern und Pflegeheimbewohnern auf deren Körperbewegungen. Es zeigt sich, dass die Bewegungen während solcher Treffen die Teilnehmenden dazu motivieren, sich stärker zu bewegen und dadurch potenziell die Autonomie der Pflegebedürftigen verbessern können. Die Studie verfolgt Die Studie untersucht die Auswirkungen von musikalisch orientierten intergenerativen Begegnungen in der Pflege. Musikfachkräfte und Betreuungskräfte wurden befragt, um die Bewegungen und Reaktionen der Pflegebedürftigen zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Begegnungen positive Effekte auf die Beweglichkeit und das Wohlbefinden der Teilnehmenden haben In dem Text wird die Bedeutung von intergenerativen Begegnungen und musikalischen Aktivitäten in Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen diskutiert. Es wird betont, dass die Implementierung solcher Programme von der Leitungskraft initiiert werden muss und dass die Professionalität in der Anleitung der Begegnungen entscheidend ist. Es werden auch Limitationen der Studie und Ausblicke für zukünft

Schlagwörter

MUSIK; PFLEGE; STUDIE; PFLEGEHEIM; ZEIT; ALTENPFLEGE; LEBEN; THERAPIE; BEFRAGUNG;