Mangelernährungsrisiko und Mortalität bei Pflegeheimbewohnerinnen Eine Auswertung von Routinedaten
Graeb, F.; Wolke, R.; Reiber, P.; Essig, G.
Pflegewissenschaft · 2021 · Heft 5 · S. 308 bis 314 · DOI 10.3936/11883
Abstract
Mangelernährung stellt unter geriatrischen Patienten im Krankenhaus und in der Langzeitpflege ein nach wie vor großes Problem dar mit erheblichen Folgen für die Betroffenen. Im vom BMBF geförderten Forschungsprojekt „Prävention und Behandlung von Mangelernährung bei geriatrischen Patienten im Krankenhaus“ wurden Routinedaten aus der Langzeitpflege von 932 Bewohner_innen explorativ ausgewertet. Es zeigt sich die erwartet hohe Prävalenz für ein Mangelernährungsrisiko (38,7 %; n = 312) und manifeste Mangelernährung (15,6 %; n = 126). Aufgrund der in der Folge signifikant erhöhten Mortalität scheint es erforderlich auch das Ernährungsmanagement in der stationären Langzeitpflege kritisch zu prüfen. Schließlich deutet die Datenanalyse auch potenzielle Umsetzungsprobleme des Expertenstandards an.
Zusammenfassung
Die Auswertung von Routinedaten von Pflegeheimbewohnern zeigt ein hohes Risiko für Mangelernährung und manifeste Mangelernährung, was zu einer signifikant erhöhten Mortalität führt. Es wird empfohlen, das Ernährungsmanagement in der stationären Langzeitpflege kritisch zu prüfen. Es gibt Potenzial für Umsetzungsprobleme des Expertenstandards. Die Textzusammenfassung beschreibt eine Sekundäranalyse von Routinedaten aus der stationären Altenpflege. Es wurden Bewohner_innen mit mindestens dreitägigem Klinikaufenthalt untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass Adipositas, Demenz und Diabetes mellitus das Risiko für negative Prognosen erhöhen. Überraschenderweise war ein höherer Pflege
Schlagwörter
KRANKENHAUS; PFLEGE; ALTER; LANGZEITPFLEGE; RISIKO; SCREENING; EXPERTENSTANDARD; GESUNDHEIT; MANAGEMENT;
