Pflegewissenschaft · Artikel

"Good Night Delir! ". Evidenzbasierte Strategien zur Verbesserung der Schlafhygiene zur Prävention eines Delirs im Setting Intensivstation – Eine systematische Übersichtsarbeit

Heinicke, T.; Krutter, S.; Ewers, A.

Pflegewissenschaft · 2021 · Heft 5 · S. 315 bis 323 · DOI 10.3936/11892

Abstract

Mit dem Auftreten eines Delirs im Setting der Intensivstation sind ein schlechteres Outcome, eine höhere Intensivund Krankenhausaufenthaltsdauer sowie höhere Kosten verbunden. Die präzipitierenden Faktoren für die Entstehung eines Delirs wirken am Tag und in der Nacht dauerhaft auf die kritisch kranken Patient_innen und beeinträchtigen somit den Schlaf-Wach-Rhythmus. Der daraus resultierende Schlafentzug wird als einer der entscheidendsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Delirs beschrieben. Die Durchführung von nicht medikamentösen Maßnahmen sollte im Fokus der Behandlungsstrategie stehen. Das Ziel dieses systematischen Reviews ist die Benennung von evidenzbasierten nicht medikamentösen Strategien zur Schlafförderung im Rahmen der Delirprävention. Eine systematische Literaturrecherche wurde im Juni 2019 in den Datenbanken PubMed, CINAHL und Cochrane Library mit vorab definierten Suchbegriffen durchgeführt. Zusätzlich wurden relevante Publikationen über eine Handsuche identifiziert. Nach Anwendung der Einund Ausschlusskriterien konnten insgesamt zwölf Studien eingeschlossen werden. Die in der Literatur identifizierten evidenzbasierten Maßnahmen konnten in acht Kategorien eingeteilt werden. Als zentral erwiesen sich dabei tagsüber stimulierende und nachts schlaffördernde Maßnahmen. Die Interventionen führten zu einer Verbesserung der Schlafhygiene sowie einer Reduktion der Delirinzidenz. Die in dieser Übersichtsarbeit vorgestellten evidenzbasierten Maßnahmen könnten in einem nächsten Schritt für die Entwicklung einer komplexen Intervention nicht medikamentöser schlaffördernder Maßnahmen zur Prävention des Delirs herangezogen werden. Die Entwicklung eines

Zusammenfassung

Die Textzusammenfassung befasst sich mit der Prävention von Delirium durch evidenzbasierte Strategien zur Verbesserung der Schlafhygiene auf Intensivstationen. Delirium auf der Intensivstation ist mit einem schlechteren Outcome verbunden und kann durch Schlafentzug begünstigt werden. Nicht-medikamentöse Maßnahmen, insbesondere tagsüber stimulierende und nachts schlaff Es wird in dem Text diskutiert, wie Umgebungsfaktoren wie Licht und Lärm zur Verbesserung der Schlafhygiene und Delirprävention beitragen können. Maßnahmen wie das Dimmen des Lichts, das Ausschalten von Fernsehern und die Reduzierung von Umgebungsgeräuschen in der Nacht werden als effektiv erachtet. Weitere Interventionen wie Mobilisation am Tag, kognitive und Es wird betont, wie wichtig die Implementierung einer evidenzbasierten Strategie zur Verbesserung der Schlafhygiene zur Delirprävention ist und dass eine umfassende Kommunikation im Team entscheidend ist. Maßnahmen wie Mobilisation, kognitive Stimulation, Lärm- und Lichtreduktion sowie Vermeidung von Übersedierung können die Schlafqualität von Intensivpatienten verbessern. Es wird

Schlagwörter

LITERATURRECHERCHE; LITERATUR; MUSIK; SCHLAF; ENTWICKLUNG; AUSBILDUNG; BEURTEILUNG; FORSCHUNG; PERSONAL;