Aktivierung von multimorbiden, dementiellen Menschen in Pflegeeinrichtungen
Morgenstern, U.; Riedel, S.
Pflegewissenschaft · 2021 · Heft 6 · S. 401 bis 407 · DOI 10.3936/12029
Abstract
Die Demenz führt zu einer fortschreitend verminderten Alltagskompetenz und ist eine der größten Herausforderungen für die Gesundheitsund Pflegesysteme weltweit. In der vorliegenden Studie sollte die Frage beantwortet werden, wie Männer und Frauen mit Demenz in Pflegeeinrichtungen von einer pflegerischen Aktivierung profitieren. Es wurden die Effekte einer sechswöchigen Aktivierung mit Musik im Sitzen in einem Interventionsund Kontrollgruppen-Design in sechs Pflegeeinrichtungen untersucht. Im Ergebnis wirkte sich eine aktivierende Pflege in Form von regelmäßiger, niedrigschwelliger körperlicher Aktivierung mit Musik positiv auf die Konzentrationsfähigkeit und die Alltagskompetenz der Studienteilnehmer aus. Dies zeigte sich vor allem für die Dimension „Verhalten“ der Alltagskompetenz. Geschlechtsspezifische Unterschiede und geschlechtsensible Aktivierungsangebote wurden diskutiert.
Zusammenfassung
Die Studie untersucht die Auswirkungen einer sechswöchigen Aktivierung mit Musik auf multimorbide, dementielle Menschen in Pflegeeinrichtungen. Dabei zeigt sich, dass diese Form der aktivierenden Pflege positive Effekte auf die Konzentrationsfähigkeit und Alltagskompetenz der Studienteilnehmer hat. Es wird betont, dass geschlechtsspezifische Unterschiede und geschlechtssensible Akt Die Studie untersucht die Auswirkungen von körperlicher Aktivierung auf die Konzentrationsfähigkeit und Alltagskompetenz von Probanden. Dabei wurden positive Zusammenhänge zwischen Handkraft und Alltagskompetenz sowie zwischen dem Gesamtpunktwert im Konzentrationstest und bestimmten Dimensionen der Alltagskompetenz festgestellt. Die Interventionsgruppe schnitt im Posttest signifikant besser ab als
Schlagwörter
DEMENZ; STUDIE; PFLEGE; INTEGRATION; PFLEGEPERSONAL; MUSIK; ALTER; FRAGEBOGEN; WHO;
