Pflegewissenschaft · Artikel

Integrierte Palliativbetreuung Tirol (IPB) aus der Perspektive pflegender Angehöriger

Rungg, C.

Pflegewissenschaft · 2022 · Heft 3 · S. 161 bis 175 · DOI 10.3936/12084

Abstract

Das Modell der Integrierten Palliativbetreuung Tirol (IPB) hat zum Ziel, das Daheimsein bis zuletzt zu ermöglichen. Das Ziel der vorliegenden Studie besteht in einer evaluativen Betrachtung der IPB aus Sicht der pflegenden Angehörigen. Mittels leitfadengestützter problemzentrierter Interviews wurden 14 ehemals pflegende Angehörige befragt. Die transkribierten Interviews wurden einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2016) unterzogen. Pflegende Angehörige schilderten Gefühle der Dankbarkeit und des Versöhntseins sowie persönliche Entwicklung durch die häusliche Betreuung ebenso wie schwierige Seiten der Betreuung. Professionelle Unterstützung vermittelte Gefühle der Sicherheit und des Nicht-allein-Seins. Wissensvermittlung durch professionelle Helferinnen half pflegenden Angehörigen, schwierige Situationen zu handhaben und besser zu ertragen.

Zusammenfassung

Die Studie "Integrierte Palliativbetreuung Tirol (IPB) aus der Perspektive pflegender Angehöriger" untersucht die Erfahrungen von ehemaligen pflegenden Angehörigen im Rahmen des IPB-Modells, das darauf abzielt, ein Sterben zu Hause zu ermöglichen. Durch Interviews mit 14 ehemaligen Pflegenden wurden positive Aspekte wie Dankbarkeit und persönliche Entwicklung Die Studie untersucht das Erleben von pflegenden Angehörigen bei der Betreuung sterbender Menschen zuhause. Es wurde deduktives und induktives Vorgehen in der Auswertung angewendet. Die Qualitätssicherung im Codierungsprozess erfolgte durch Teamarbeit. Ethische Aspekte wurden berücksichtigt, und die Gruppe der pflegenden Angehörigen als vulnerable Gruppe identifiz Die Studie untersucht die Erfahrungen von pflegenden Angehörigen im Rahmen der häuslichen Betreuung von schwerkranken Menschen. Es wurde festgestellt, dass viele Angehörige finanzielle Belastungen und berufliche Einschnitte erlebten. Die Akzeptanz der Hilfe durch professionelle HelferInnen war anfangs schwierig, verbesserte sich jedoch im Laufe der Betreuung. Viele Angehörige s Die Studie betont die Bedeutung der Kenntnis des gewünschten Sterbeorts für alle beteiligten Personen im Betreuungsprozess. Eine frühzeitige Einbindung von Palliativversorgung nach der Diagnosestellung wird empfohlen. Die Zufriedenheit der Betreuung steigt, wenn Palliativversorgung frühzeitig einsetzt. Das Modell IPB sieht jedoch nur eine begrenzte Bet

Schlagwörter

BETREUUNG; STERBEN; HILFE; PFLEGE; STUDIE; TOD; ZEIT; ENTWICKLUNG; MODELL;