Pflegewissenschaft · Artikel

Das Erleben des Intensivpflegepersonals bei der Anwendung von Freiheitseinschränkenden Maßnahmen

Siegrist-Dreier, S.; Zumstein-Shaha, M.; Hahn, S.

Pflegewissenschaft · 2022 · Heft 6 · S. 341 bis 346 · DOI 10.3936/22c2elfb

Abstract

Freiheitseinschränkende Maßnahmen (FEM) werden, trotz mangelnder Evidenz bezüglich deren Wirksamkeit und des Nachweises potenzieller Folgeschäden, in allen Bereichen des Gesundheitswesens eingesetzt. Um Hinweise für einen besseren Umgang mit FEM und eine Reduktion von FEM zu finden, wurden in einer explorativen, qualitativen Studie acht Einzelinterviews mit Intensivpflegepersonen durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Studienteilnehmenden beschrieben große Unterschiede in den Haltungen gegenüber FEM in ihren Pflegeteams. Um den Umgang mit FEM von individuellen Haltungen zu entkoppeln, sind verbindliche Richtlinien unter Einbezug der aktuellen Forschung für das interdisziplinäre Team dringend notwendig.

Zusammenfassung

Die qualitative Studie untersuchte die Haltung von Intensivpflegepersonen gegenüber freiheitseinschränkenden Maßnahmen (FEM) und deren Auswirkungen. Es wurden acht Einzelinterviews durchgeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten unterschiedliche Haltungen innerhalb der Pflegeteams und die Notwendigkeit von verbindlichen Richtlinien für den Umgang mit FEM Die Studie untersucht die Haltung des Intensivpflegepersonals zur Anwendung von freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM) und zeigt, dass es unterschiedliche Meinungen und Praktiken innerhalb der Pflegeteams gibt. Einige Teammitglieder fördern den Einsatz von FEM, während andere alternative Maßnahmen bevorzugen, um FEM zu vermeiden. Es wird betont, dass die individuelle

Schlagwörter

ERLEBEN; AGGRESSION; STUDIE; FORSCHUNG; SICHERHEIT; LEITUNG; PATIENT; SCHWEIZ; TEAM;