Analyse der Selbstschutzfähigkeit sächsischer Pflegeeinrichtungen bei Großschadenslagen
Loose, A.; Klewe, J.
Pflegewissenschaft · 2023 · Heft 2 · S. 84 bis 92 · DOI 10.3936/2023pw4006
Abstract
Bisherige Studien haben gezeigt, dass in Pflegeeinrichtungen Selbstschutzmaßnahmen gegen Großschadensereignisse (GSE) nicht ausreichend umgesetzt waren. Daher sollte die Notfallvorsorge in sächsischen Pflegeeinrichtungen untersucht werden, um deren Selbstschutzfähigkeit bei GSE abzubilden. Mittels einer standardisierten Befragung wurden alle vollstationären Einrichtungen befragt (Rücklauf: n = 156). Im Mittel lagen die umgesetzten Maßnahmen bei einem Drittel des möglichen Umfangs. Die ermittelten Defizite decken sich mit denen vorausgegangener Untersuchungen, weshalb der Schutz der Bewohnerschaft in Pflegeeinrichtungen bei GSE fraglich ist.
Zusammenfassung
Die Studie untersucht die Selbstschutzfähigkeit von sächsischen Pflegeeinrichtungen bei Großschadenslagen und zeigt, dass bisher nur ein Drittel der notwendigen Maßnahmen umgesetzt wurde. Dies wirft Zweifel auf, ob die Bewohner in solchen Notfällen ausreichend geschützt sind. Es wird betont, wie wichtig präventive Maßnahmen sind, um die Sicher Die Studie untersucht die Selbstschutzfähigkeit von Pflegeeinrichtungen in Sachsen in Bezug auf Hochwasser, Evakuierung, langanhaltende Stromausfälle und extreme Wetterlagen. Es wurden insgesamt 701 Fragebögen ausgewertet, wobei die Selbstschutzfähigkeit anhand von verschiedenen Subindizes bewertet wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einrichtungen Defizite bei Die Pflegeeinrichtungen sind unzureichend auf extreme Wetterereignisse wie Starkregen vorbereitet, was zu Risiken für Bewohner und Gebäude führt. Es gibt Mängel bei Evakuierungsplänen und Kooperationen, sowie bei der Bereitstellung von Schutzmaßnahmen wie Klimaanlagen. Es wird diskutiert, dass fehlende gesetzliche Grundlagen, finanzielle Aufwendungen und
Schlagwörter
BETRUG; SACHSEN; BEFRAGUNG; EINRICHTUNG; FRAGEBOGEN; TRANSPORT; STUDIE; UNTERBRINGUNG; ANPASSUNG; AINS;
