Pflegewissenschaft · Artikel

Digitale Zusammenarbeit von vollstationären Pflegeeinrichtungen und ärztlichen Praxen: Eine Expertenbefragung unter TI-Nutzenden und TI-Interessierten

Weise, P.; Fehling, P.

Pflegewissenschaft · 2024 · Heft 2 · S. 102 bis 112 · DOI 10.3936/kx9dmj73

Abstract

Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens basierend auf der Telematikinfrastruktur wird seitens der gematik vorangetrieben. Zukünftig werden auch Leistungserbringer der Pflege an das Netzwerk angeschlossen. Aus diesem Grund untersucht die Masterarbeit das Thema „Digitale Zusammenarbeit von vollstationären Pflegeeinrichtungen und ärztlichen Praxen – Eine Expertenbefragung unter TI-Nutzenden und TI-Interessierten“. Dabei soll die Forschungsfrage beantwortet werden, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche digitale Zusammenarbeit mittels der Telematikinfrastruktur zwischen Pflegeeinrichtungen und ärztlichen Praxen geschaffen werden müssen. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine qualitative Erhebung durchgeführt. Auf Grundlage eines halbstandardisierten Interviewleitfadens wurden sieben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Perspektiven befragt. Die Auswertung der Experteninterviews erfolgte auf Grundlage einer zusammenfassenden Inhaltsanalyse mit induktiver Kategorienbildung. Als Kernergebnis konnte herausgearbeitet werden, dass drei verschiedene Bereiche existieren, die zukünftig in den Fokus der Betrachtung gerückt werden müssen: Technische, personelle und strukturelle Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um erfolgreich via Telematikinfrastruktur zu kommunizieren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Pflegeeinrichtungen und ärztliche Praxen im Arbeitsalltag ähnlichen Herausforderungen begegnen. Die beiden Akteure sollten sich deshalb gegenseitig bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützen, um die Versorgungsqualität zu steigern.

Zusammenfassung

Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens wird vorangetrieben, wobei auch Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur angeschlossen werden. Eine Expertenbefragung untersucht die Voraussetzungen für eine erfolgreiche digitale Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen und ärztlichen Praxen. Drei Bereiche - technische, personelle und strukturelle Voraussetzungen - Die ärztlichen Praxen und Pflegeeinrichtungen zeigen eine ablehnende Haltung gegenüber der digitalen Kommunikation, hauptsächlich aufgrund von doppeltem Dokumentationsaufwand und der Nutzung verschiedener digitaler Systeme. Es gibt Probleme mit der TI-Nutzung, wie Schnittstellenproblemen und fehlender Unterstützung. Es wird diskutiert, wie die TI-Anbindung finanziert werden soll und es werden B Die ärztlichen Praxen haben eine ablehnende Haltung gegenüber der Nutzung der Telematikinfrastruktur (TI), was sich negativ auf die Pflegeeinrichtungen auswirkt. Es wird bemängelt, dass die Unterstützung seitens der gematik fehlt. Die Erwartungen an die digitale Zusammenarbeit umfassen den Wunsch nach mehr digitaler Kommunikation. Technische, personelle und strukturelle In dem Text wird die Bedeutung der digitalen Zusammenarbeit zwischen vollstationären Pflegeeinrichtungen und ärztlichen Praxen im Gesundheitswesen hervorgehoben. Es wird darauf hingewiesen, dass eine erfolgreiche Implementierung von digitalen Technologien eine intensive Einbindung und Schulung des Personals erfordert. Zudem wird betont, dass die Zusammenarbeit auf einer gemeinsamen Infrastruktur, wie der Telemat Die Textzusammenfassung beschreibt die Anwendung der Kategorienbildung nach Mayring (2015) in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen und ärztlichen Praxen via Telematikinfrastruktur (TI). Die Interviewdaten wurden analysiert, um Handlungsempfehlungen abzuleiten, wobei drei zentrale Ergebnisse hervorgehoben werden. Es wird betont,

Schlagwörter

DIGITALISIERUNG; PFLEGE; ZUSAMMENARBEIT; KOMMUNIKATION; ENTWICKLUNG; GESUNDHEITSWESEN; NETZWERK; SOFTWARE; PFLEGEPROZESS;