Die Perspektive von Männern mit Brustkrebs auf ihre Erkrankung und Unterstützungserwartungen. Eine qualitativ-explorative Studie.
Barthel, C.; Kendel, F.; Lehmann, Y.
Pflegewissenschaft · 2024 · Heft 4 · S. 171 bis 178 · DOI 10.3936/ds09ym81
Abstract
Für die kompetente (pflegerische) Begleitung von Frauen mit Brustkrebs gibt es Evidenz aus zahlreichen Studien. Für betroffene Männer liegen hingegen kaum belastbare Daten vor. Deshalb wurden in einer qualitativ-explorativen Interviewstudie Erfahrungen und Erwartungen von Männern mit Brustkrebs bezüglich ihrer Erkrankung und Versorgung erhoben und qualitativ-inhaltsanalytisch ausgewertet. Eine spezifische Belastung für die befragten Männer besteht darin, auf Versorgungsstrukturen und -prozesse zu treffen, die auf Frauen ausgerichtet sind. Geäußerte Erwartungen betreffen eine evidenzbasierte, ineinandergreifende Versorgung und umfassende Information. Hinzu kommt, vor allem während der Diagnostik und perioperativen Phase, der Bedarf an einer emotional unterstützenden Begleitung – insbesondere auch durch Pflegende.
Zusammenfassung
Die Studie befasst sich mit der Perspektive von Männern mit Brustkrebs auf ihre Erkrankung und ihre Erwartungen an Unterstützung. Es wird festgestellt, dass es wenig zuverlässige Daten über betroffene Männer gibt, da die Versorgungsstrukturen und Prozesse oft auf Frauen ausgerichtet sind. Männer mit Brustkrebs haben Erwartungen an eine evidenzbasierte Versorgung Die Studie untersucht die Erfahrungen von Männern, die an Brustkrebs erkrankt sind. Die Männer hatten unterschiedliche Reaktionen auf die Diagnose, fühlten sich während der stationären Behandlung gut betreut und fanden Unterstützung durch den Austausch mit anderen Betroffenen. Sie wünschten sich jedoch mehr Informationen speziell auf Männer zugeschnitten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Männer Die Studie untersucht die Bedürfnisse und Erfahrungen von Männern mit Brustkrebs hinsichtlich Diagnose, Behandlung und Unterstützung durch Pflegekräfte. Es wird betont, dass kontinuierliche Kommunikation und unterstützende Maßnahmen wichtig sind. Die Ergebnisse zeigen Optimierungsmöglichkeiten in der Versorgung auf, insbesondere im Bereich der Information und Aufklärung. Es wird
Schlagwörter
NETZWERK; PFLEGE; THERAPIE; ERLEBEN; INFORMATION; BEFRAGUNG; ALTER; KOMMUNIKATION; KREBS;
