Evaluation der Einführung von Medikationsbeauftragten in Altenpflegeeinrichtungen zur Optimierung des Psychopharmaka-Einsatzes
Helmbold, A.; Isfort, M.
Pflegewissenschaft · 2024 · Heft 5 · S. 225 bis 231 · DOI 10.3936/5hv41m88
Abstract
Hintergrund: Obwohl Nebenwirkungen und Gefahren von Psychopharmaka bekannt sind, ist deren Einsatz in Altenpflegeeinrichtungen weit verbreitet. Diese werden zudem nicht in allen Fällen nach den Fachempfehlungen eingesetzt, sondern dienen oftmals dem Umgang mit Bewohnerverhalten, welches von Pflegenden, Angehörigen und Mitbewohnern als herausfordernd erlebt wird. In dem Projekt „Optimierung des Psychopharmaka-Einsatzes in Altenpflegeeinrichtungen“ (OPESA) wurden Pflegende zu Medikationsbeauftragten ausgebildet. Methode: Die Evaluation des Projekts erfolgte in einem Prä-Post-Design mit Methodentriangulation und fand in 16 Altenpflegeeinrichtungen statt. Zur Datenerhebung t0 und t1 wurden standardisierte Onlinebefragungen mit Pflegenden und Pflegehelfern als Vollerhebung durchgeführt (n = 316 / n = 189). Ergänzend dazu fanden Gruppeninterviews mit unterschiedlichen Statusgruppen der Einrichtungen statt. Die Daten wurden mit SPSS und qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Ergebnisse: Positive Veränderungen zeigten sich in allen untersuchten Dimensionen: „Wissen“, „Fähigkeiten“ und „Erwartete Effekte“. Im Bereich der Effekte konnten die Ergebnisse in t1 die hohen Erwartungen in t0 nicht einlösen. Als besonders wirkungsvoller pflegerischer Beitrag zur Verbesserung des Psychopharmaka-Einsatzes wurden die systematische Beobachtung, Ursachenermittlung und Analyse des Bewohnerverhaltens sowie der gelingende Umgang mit besonderen Verhaltensweisen ermittelt. Schlussfolgerung: Der Psychopharmaka-Einsatz in Altenpflegeeinrichtungen kann durch den Einsatz von Medikationsbeauftragten verbessert werden. Pfleg
Zusammenfassung
In dem Projekt "Optimierung des Psychopharmaka-Einsatzes in Altenpflegeeinrichtungen" wurden Pflegende zu Medikationsbeauftragten ausgebildet. Die Evaluation des Projekts zeigte positive Veränderungen in Wissen, Fähigkeiten und erwarteten Effekten, jedoch konnten die hohen Erwartungen nicht vollständig erfüllt werden. Die systematische Beobachtung, Ursachener Das Projekt beinhaltete verschiedene Interventionen, hauptsächlich eine Schulung für ausgewählte Pflegekräfte, um den Umgang mit Psychopharmaka zu verbessern. Die Datenanalyse erfolgte durch verschiedene Methoden, darunter Inhaltsanalyse und Gruppeninterviews. Die Ergebnisse zeigten eine Verbesserung im Wissen und den Fähigkeiten der Pflegenden, jedoch wurden die erwarteten Effekte des Die Bedeutung der Unterstützung durch die Leitungsebene für Projekte im Gesundheitswesen, insbesondere im Umgang mit Medikation, wurde durch verschiedene Studien bestätigt. Zusätzlich spielen unterstützende Systeme wie automatische Kontrollfunktionen eine wichtige Rolle, ebenso wie die Akzeptanz und Unterstützung des interdisziplinären Teams. Pflegende tragen entscheidend zur Optimierung
Schlagwörter
BEFRAGUNG; PROJEKT; PSYCHOPHARMAKA; EVALUATION; LANGZEITPFLEGE; EINRICHTUNG; GRUPPE; NEBENWIRKUNGEN; WIRKUNG;
