Erkennen Pflegende mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen? Eine Analyse der Dokumentation in der stationären Langzeitpflege.
Graeb, F.; Wolke, R.; Alf, F.; Reiber, P.; Essig, G.; Berger, B.
Pflegewissenschaft · 2024 · Heft 5 · S. 217 bis 224 · DOI 10.3936/sxcjd284
Abstract
Polypharmazie ist ein bei Pflegeheimbewohner*innen häufig auftretendes Phänomen, das mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) einhergeht. Um die Qualität und Zuverlässigkeit der pflegerischen Dokumentation einzuschätzen, wurde im Projekt PEBKO die Dokumentation über drei Monate bei 211 Pflegeheimbewohner*innen analysiert und auf Mobilität beeinflussende UAW fokussiert. Fast alle Bewohner*innen (99,1 %) nehmen mindestens ein Medikament mit einer häufig bis sehr häufig auftretenden mobilitätsbeeinflussenden UAW ein. In den Pflegeberichten finden sich im Mittel lediglich zwei entsprechende Symptombeschreibungen bei laut Score 19 möglichen UAW. Die Ergebnisse der Analyse deuten auf Defizite bei der Therapiebeobachtung hin, weitere Studien sind aber erforderlich.
Zusammenfassung
Die Studie untersucht, ob Pflegekräfte in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Bewohnern identifizieren können. Dabei wurde die Dokumentation von 211 Bewohnern analysiert und festgestellt, dass fast alle mindestens ein Medikament mit mobilitätsbeeinflussenden Nebenwirkungen einnehmen. Trotzdem wurden nur wenige entsprech Die Studie untersucht Daten von 211 Pflegeheimbewohnern in Hungen, darunter Alter, Geschlecht, Krankheiten, Medikamenteneinnahme und Ereignisse wie Stürze. Es zeigt sich, dass Frauen häufiger unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) haben als Männer. Die pflegerische Dokumentation weist auf mögliche Verbesserungsmöglichkeiten hin, da Es wird diskutiert, wie die Qualität der Pflegedokumentation in Pflegeeinrichtungen beeinflusst wird und wie sich dies auf die Identifizierung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) auswirkt. Studien zeigen, dass eine unzureichende Überwachung der Medikationswirkung zu Problemen führen kann. Es wird auch darauf hingewiesen, dass digit
Schlagwörter
DOKUMENTATION; STUDIE; STURZ; ALTER; BEOBACHTUNG; LANGZEITPFLEGE; DEKUBITUS; GERIATRIE; GRUPPE;
