Pflegewissenschaft · Artikel

Advanced Nursing Practice in der ambulanten Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen in ländlichen Regionen Eine qualitative Erhebung zu Ansätzen eines pflegerischen Beratungsund Versorgungsangebots

Schreinert, S.

Pflegewissenschaft · 2025 · Heft 6 · S. 340 bis 361 · DOI 10.3936/g6yq8704

Abstract

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen gefährdet die bedarfsund bedürfnisangemessene Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen in ländlichen Regionen. Diese Arbeit untersucht relevante Aspekte der Versorgung und entwickelt ein pflegerisches Konzept auf Basis von Advanced Nursing Practice, das als Grundlage für ein Pilotprojekt dienen kann. Methodisch wurden systematische Recherchen und Experteninterviews durchgeführt, deren Ergebnisse in die Konzeptentwicklung einflossen. Ein Vorschlag für ein pflegerisches Versorgungsund Beratungsangebot wurde erarbeitet und die Grundlagen für eine Realisierung in der Praxis geschaffen.

Zusammenfassung

Die Arbeit von Stephanie Schreinert untersucht die Herausforderungen der Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen in ländlichen Regionen Deutschlands, insbesondere im Kontext des Fachkräftemangels. Sie entwickelt ein Konzept für die "Advanced Nursing Practice" (ANP), das als Grundlage für ein Pilotprojekt dienen soll. Die qualitative Erhebung umfasst systematische Literaturrecherchen und Experteninterviews, um die spezifischen Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe zu identifizieren und ein bedarfsorientiertes Pflege- und Beratungsangebot zu gestalten.

Die Studie zeigt, dass Kinder und Jugendliche in ländlichen Gebieten oft unzureichend versorgt sind, was auf einen Mangel an Fachärzten und Pflegekräften zurückzuführen ist. Chronische Krankheiten, soziale Benachteiligungen und Migration sind weitere Faktoren, die die Gesundheitsversorgung erschweren. Die ANP-PflegeexpertInnen sollen als "Gesundheitslotsen" fungieren, um präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen zu implementieren und die intersektorale Zusammenarbeit zu fördern.

Die Ergebnisse der Interviews und der Literaturrecherche verdeutlichen die Notwendigkeit, innovative Versorgungskonzepte zu entwickeln, um den speziellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden. Die Arbeit schließt mit Empfehlungen zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen und zur Schaffung von Unterstützungsangeboten für betroffene Familien.

Schlagwörter

GESUNDHEIT; ENTWICKLUNG; ELTERN; ZIEL; ZUSAMMENARBEIT; ALTER; KRANKHEIT; BERATUNG; FAMILIE;