Pflegewissenschaft · Artikel

Rezensionen Community Health Nurse als regionale Gesundheitsdrehscheibe

Vey,, D.

Pflegewissenschaft · 2026 · Heft 1 · S. 2 bis 3 · DOI 10.3936/docid572022

Abstract

Das Buch widmet sich einem der dynamischsten und gesellschaftlich bedeutsamsten Entwicklungen im Gesundheitswesen: der Implementierung von Community Health Nurses als zentralem Bindeglied zwischen Bevölkerung, Gesundheitsstrukturen und sozialräumlichen Angeboten

Zusammenfassung

Die Rezension von Rosa Maria Eglseers Buch „Community Health Nurse als regionale Gesundheitsdrehscheibe“ thematisiert die Rolle von Community Health Nurses (CHN) im Gesundheitswesen. Eglseer beschreibt, wie diese Fachkräfte als Bindeglied zwischen Bevölkerung, Gesundheitsstrukturen und sozialen Angeboten fungieren. Der Ansatz, der aus Ländern wie Kanada und Großbritannien stammt, gewinnt im deutschsprachigen Raum zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Kontext des demografischen Wandels und der steigenden Zahl chronisch kranker Menschen.

Das Buch bietet eine umfassende theoretische Einführung in die Aufgaben und Ziele der CHN und behandelt die Gestaltung kommunaler Gesundheitsprogramme sowie zentrale Public-Health-Methoden. Eglseer positioniert die CHN nicht nur als individuelle Rolle, sondern als systemische „Gesundheitsdrehscheibe“, die präventive und koordinierende Aufgaben übernimmt. Praxisbeispiele und klare Strukturen erleichtern den Transfer in die Praxis.

Die Publikation ist sowohl wissenschaftlich als auch politisch relevant und richtet sich an Fachpersonen, Studierende und kommunale Entscheidungsträger. Trotz kleinerer Kritikpunkte, wie der knappen Behandlung schulischer Gesundheitssettings, stellt das Buch einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung pflegebasierter Public-Health-Rollen dar und bietet wertvolle Orientierung für die Gestaltung gesundheitsförderlicher Gemeinden.

Schlagwörter

Community Health Nurse, Gesundheitsdrehscheibe, Prävention, Gesundheitsversorgung, Public Health, Gesundheitskompetenz, soziale Ungleichheiten, Primärversorgung, Pflegeberufe, vulnerablen Gruppen, Gesundheitsprogramme, Risikoanalysen