Nicht-pharmakologische Interventionenund Schlafstörungen beiDemenzkranken
Juni 2008
Zusammenfassung
Bei Schlafstörungen, die auch als Schlaflosigkeit bezeichnet werden, bestehen Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten. Ca. 40% der an einer Alzheimer- Demenz Erkrankten entwickeln eine Schlafstörung. Die pflegenden Angehörigen dieser Patientengruppe sind besonders wegen der Schlafstörungen großen Belastungen ausgesetzt. Das Ziel dieser Literaturrecherche besteht darin, Probleme und pflegerische nichtmedikamentöse Interventionen bei an einer Demenz erkrankten Personen mit zusätzlichen Schlafstörungen darzustellen. Personen, die an einer Demenz und Schlafstörungen leiden, erleben Symptome wie Angst, Aggressivität und Agitation, die den Allgemeinzustand verschlechtern. Die Ergebnisse der Literaturrecherche zeigen, dass nichtpharmakologische Interventionen bei Demenz-Erkrankten mit zusätzlichen Schlafstörungen, sich als sinnvoll und wirksam erweisen. Die Effektivität dieser Interventionen ist zwar geringer, aber möglicherweise von längerer Dauer, als eine pharmakologische Behandlung. In diesem Sinne sollten nichtpharmakologische Interventionen der Schlafförderung als Alternative bzw. Ergänzung zur Pharmatherapie betrachtet werden. Vor allem wegen der zahlreichen medikamentösen Nebenwirkungen wie physische Inaktivität und soziale Isolation sind solche Behandlungsüberlegungen von großer Bedeutung.
Elfriede Fritz, Franco Mantovan, M. Gasser, Christa Them: Nicht-pharmakologische Interventionenund Schlafstörungen beiDemenzkranken. Pflegewissenschaft (2008), Heft 6, S. 1 bis 1.