Theaterpädagogik – Ein Weg zukompetenten Pflegenden
Mai 2006
Zusammenfassung
Der vorliegende Artikel möchte eine neue Lernform in die pflegedidaktische Diskussion einbringen, deren Bildungsmöglichkeiten vorwiegend im sozialen, kommunikativen und persönlichkeitsbezogenen Bereich liegen: die Theaterpädagogik. Diese relativ junge Disziplin nutzt das Medium Theater, um verschiedene Lernund Erfahrungsprozesse zu initiieren. Dabei geht es nicht um Faktenwissen, sondern um lebendige Lernprozesse, die zum einen durch die individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema und zum anderen durch das gemeinsame Erleben innerhalb konstruktiver Gruppenprozesse geschehen. Theaterpädagogik erhebt den Anspruch, die künstlerische und pädagogische Dimension von Theaterarbeit gleichermaßen einzubeziehen. Auf diese Weise soll die Bereitschaft der Lernenden geweckt werden, sich mit einer Thematik mehr auf physisch-emotionaler statt primär auf intellektueller Ebene auseinander zu setzen. Dieses Vorgehen kann zugleich Schutzzone und Ausgangspunkt sein für die kreative Bearbeitung und Diskussion persönlich oder beruflich bedeutsamer Aspekte.
Doris Eberhardt: Theaterpädagogik – Ein Weg zukompetenten Pflegenden. Pflegewissenschaft (2006), Heft 5, S. 1 bis 1.