Geschlossenes versus offenes endotracheales Absaugen und das Risiko einer Ventilator-assoziierten Pneumonie. Systematisches Review und Metaanalyse
September/Oktober 2018
Zusammenfassung
Untersucht wurde der präventive Effekt geschlossenen endotrachealen Absaugens verglichen mit dem konventionellen offenen Verfahren auf die Entstehung einer Ventilator-assoziierten Pneumonie (VAP) bei invasiv beatmeten Intensivpatient_innen. Systematische Datenbankrecherchen erfolgten in Medline (PubMed), Cochrane Library, EMBASE und CINAHL, ergänzende Handsuchen in Google Scholar und Referenzlisten bis 12/2016. Eingeschlossen wurden 12 randomisierte-kontrollierte Studien, die zwischen 1994 und 2016 veröffentlicht wurden (1.678 Teilnehmer_innen). Studien in Abstract-Form und nicht-englischsprachige Publikationen wurden ausgeschlossen. Das geschlossene Absaugverfahren hat im Trend einen schwachen, nicht signifikanten präventiven Effekt auf das Entstehen einer VAP (RR 0.81, 95%-CI 0.63 ; 1.03). Die Ergebnisse sind moderat heterogen (I² = 29% < 50%). Zukünftig sind Studien mit höherer methodischer Qualität erforderlich. Der Ausschluss von nur als Abstract vorhandenen und nichtenglischsprachigen Studien kann die Aussagekraft reduzieren.
M.Sc. PH Markus Grebe, Prof. Dr. Thomas Hering: Geschlossenes versus offenes endotracheales Absaugen und das Risiko einer Ventilator-assoziierten Pneumonie. Systematisches Review und Metaanalyse. Pflegewissenschaft (2018), Heft 9, S. 1 bis 1.