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TinyCareHome will selbstbestimmtes Leben mit Pflegebedarf ermöglichen

8. Juli 2026 durch
TinyCareHome will selbstbestimmtes Leben mit Pflegebedarf ermöglichen
Franziska Reuther

Wie lässt sich ein selbstbestimmtes Leben mit Pflegebedarf besser ermöglichen? Mit dem TinyCareHome stellt der Bosch Health Campus ein neues Wohnkonzept vor, das pflegerische Unterstützung, digitale Technik und ein Leben im vertrauten Umfeld miteinander verbindet. Die mobile Wohneinheit wurde speziell für Menschen mit Pflegebedarf entwickelt und soll eine Alternative zwischen dem bisherigen Zuhause und einer stationären Pflegeeinrichtung bieten. Auf der New Housing Messe in Karlsruhe wird der Prototyp nun erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

Das TinyCareHome ist als kompaktes, barrierearmes Wohnmodul konzipiert. Auf rund 17 Quadratmetern bietet es die Voraussetzungen für ein eigenständiges Leben – mit Wohn- und Schlafbereich, einem barrierearmen Bad sowie digitalen Assistenzsystemen, die Sicherheit und Komfort im Alltag unterstützen.

Wohnform zwischen Eigenständigkeit und Unterstützung

Ausgangspunkt des Konzepts ist die Beobachtung, dass viele Menschen auch bei Pflegebedarf möglichst lange in ihrem sozialen Umfeld bleiben möchten. Gleichzeitig steht das Gesundheits- und Pflegesystem vor wachsenden Herausforderungen: Die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt, Fachkräfte fehlen und die Kosten in der Versorgung nehmen zu.

„Hinter dem Konzept steht das Wissen, dass viele Menschen auch bei Pflegebedarf möglichst lange in ihrem sozialen Umfeld leben möchten“, sagt Florian Burg vom Bosch Digital Innovation Hub des Bosch Health Campus, der das Haus gemeinsam mit dem Steinbeis-Transferzentrum für Soziale und Technische Innovation entwickelt hat. „Gleichzeitig steht das Gesundheitssystem vor der Herausforderung, dass die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt, Fachkräfte fehlen und die Kosten für die Versorgung zunehmen. Das TinyCareHome soll einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten.“

Die Module können beispielsweise auf dem Grundstück von Angehörigen platziert werden. Pflegebedürftige Menschen könnten so in unmittelbarer Nähe ihrer Familie wohnen, ohne auf Privatsphäre und Eigenständigkeit verzichten zu müssen.

Digitale Technik als Unterstützung im Alltag

Ein zentrales Element des TinyCareHome ist der Einsatz digitaler Assistenzsysteme. Sensoren und intelligente Anwendungen sollen die Bewohnerinnen und Bewohner im Alltag unterstützen, für mehr Sicherheit sorgen und kritische Situationen wie einen Sturz erkennen. Gleichzeitig können digitale Lösungen die Abstimmung zwischen pflegebedürftigen Menschen, Angehörigen und professionellen Pflegekräften erleichtern.

Mobil, kompakt und perspektivisch flexibel nutzbar

Der aktuelle Prototyp ist drei mal acht Meter groß, wiegt rund fünf Tonnen und bietet etwa 17 Quadratmeter Wohnfläche. Konzipiert ist er für eine Person. Das Modul kann transportiert und an unterschiedlichen Standorten aufgestellt werden, sofern eine befestigte Fläche vorhanden ist. Denkbar sind sowohl einzelne Standorte als auch kleinere Wohnensembles aus mehreren TinyCareHomes, ergänzt um Räume für Pflege- und Betreuungskräfte.

„Perspektivisch arbeiten wir an Mietmodellen, um das Konzept für einen kurzfristigen oder zeitlich begrenzten Pflegebedarf nutzbar zu machen“, sagt Burg.

Mit dem TinyCareHome will der Bosch Health Campus neue Wege für eine pflegerische Versorgung aufzeigen, die Nähe, Selbstständigkeit und Unterstützung stärker zusammenführt.


Zur Pressemitteilung: https://www.bosch-health-campus.de/de/presse/tinycarehome-neue-wohnform-fuer-die-pflege-von-morgen

Foto: Mit dem TinyCareHome entsteht eine neue Form des Wohnens und Pflegens zwischen dem klassischen Zuhause und einer stationären Pflegeeinrichtung. I Quelle: Florian Burg I Copyright: Bosch Health Campus

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