Autor*innen: Hödl, M.; Pichler, E.; Eglseer, D.; Strobl, W.; Schoberer, D. | Zeitschrift: Pflegewissenschaft | Jahrgang: 28 | Heft: 5 | Seiten: 70 bis 78 | Erscheinung: 04.11.2026 | DOI: 10.3936/10.3936/pw211666920_530
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Abstract
Obschon 60 % der Pflegeheimbewohner*innen an Demenz leiden, werden diese häufig in internationalen Studien ausgeschlossen. Daher war das Ziel der Studie, herauszufinden, was Bewohner*innen mit und ohne Demenzerkrankung in ihrem Alltag beschäftigt. Eine sekundäre Datenanalyse einer Querschnittserhebung wurde durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Von den 28 interviewten Bewohner*innen waren 75 % weiblich und 50 % hatten eine leichte kognitive Einschränkung. Es wurden sechs Hauptkategorien identifiziert, wobei die emotionale Verfassung sowie soziale Kontakte als Themen benannt wurden, welche die Bewohner*innen am häufigsten beschäftigten. Die Bewohner*innen gaben an, sich mehr Kontakt zu anderen Bewohner*innen zu wünschen. In der Pflegeheimpraxis könnte dies beispielsweise durch regelmäßige Änderung der Sitzordnung beim Essen gelingen. Zudem war das Bedürfnis, nach draußen zu gehen, bei vielen stark ausgeprägt. Dies könnte in der Praxis durch Animationen im Freien umgesetzt werden. In zukünftigen Studien könnten potenzielle Lösungswege mit Bewohner*innen selbst erarbeitet werden.
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