Der diesjährige Korian Stiftungsaward für Vielfalt und Respekt in der Pflege geht an die Rollstuhl-Erlebnisreisen GIAMBO gUG aus Hamburg. Die Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern ehrt damit eine Initiative, die mit innovativen Ansätzen Maßstäbe setzt. Rollstuhl-Erlebnisreisen GIAMBO eröffnet pflegebedürftigen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen kostenfreien Zugang zu Reisen und kultureller Teilhabe – Angebote, die weit über das übliche Spektrum klassischer Pflegeleistungen hinausgehen.

„Rollstuhl-Erlebnisreisen GIAMBO zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig Pflege und Teilhabe sein können. Hier wird Pflege nicht nur geleistet, sondern als Begleiter von Lebensqualität, kultureller Teilhabe und Selbstwirksamkeit verstanden: ein sehr wertschätzender und personenzentrierter Blick auf Menschen mit Assistenzbedarf,“ so Elisabeth Scharfenberg, Vorständin der Korian Stiftung.

Die gemeinnützige Initiative ermöglicht sowohl Tagesausflüge in Norddeutschland als auch mehrtägige Reisen nach Hamburg für Menschen mit Pflegegrad 3 bis 5, die auf Grundsicherung oder vergleichbare Leistungen angewiesen sind. Dabei werden die Teilnehmenden von examinierten Pflegekräften begleitet, die individuell auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehen und so eine selbstbestimmte und inklusive Teilhabe sicherstellen.

„Für uns ist der Rollstuhl kein Hindernis, sondern ein Reisemittel. Wir möchten, dass Menschen mit  Assistenzbedarf aktiv am kulturellen Leben teilhaben und ihre eigenen Sehnsuchtsorte erleben können. Und das unabhängig von finanziellen oder körperlichen Einschränkungen,“ erklärt Heiko Reh, Geschäftsführer und Hauptpflegekraft bei Rollstuhl-Erlebnisreisen GIAMBO gUG.

Die Jury hob besonders den innovativen Ansatz der Initiative hervor: Pflege neu zu denken, interkulturelle Begegnungen zu ermöglichen und soziale Teilhabe zu fördern. Rollstuhl-Erlebnisreisen verknüpfen Pflege, Kultur und persönliche Begegnung zu einem ganzheitlichen Konzept, das nachhaltig wirkt – für die Teilnehmenden, das Fachpersonal und damit auch für die gesamte Pflegepraxis.

Die feierliche Preisverleihung findet am 21. April 2026 im Rahmen der ALTENPFLEGE Messe in Essen statt. Der Korian Stiftungsaward ist mit 2.000 Euro dotiert und wird bereits zum 6. Mal vergeben.

Über die Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern: Die 2020 gegründete gemeinnützige Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung der Altenpflege und des Gesundheitswesens zu fördern, ebenso wie Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Pflege und Medizin. Im Fokus stehen dabei Menschen, die in der Pflege arbeiten. Für sie entwickeln wir Angebote, die ihre körperliche wie mentale Gesundheit stärken. Auf diese Weise werden auch Pflegebedürftige mitbedacht. Würde, Anerkennung und Respekt für alle Seiten – das ist das ganzheitliche Motto der Stiftung.


Zur Pressemitteilung: https://www.korian-stiftung.de/newpage82a17c7d

Foto: Heiko Reh, Geschäftsführer und Hauptpflegekraft von Erlebnis-Rollstuhlreisen GIAMBO, mit einem Teilnehmer. ©Bildrechte: Erlebnis-Rollstuhlreisen GIAMBO gUG

Pflege braucht mehr als Fachwissen – Pflege braucht Menschen, die vorangehen, neue Ideen entwickeln und Veränderungen aktiv vorantreiben. Die Pflegekammer Nordrhein-Westfalen ruft deshalb ihre Mitglieder auf, besondere Pflegefachpersonen für den Pflegepreis 2026 vorzuschlagen. Gesucht werden Menschen, die über ihren Job hinaus mit Engagement und Vision die Pflege zukunftsfähig gestalten. 

„Der Pflegepreis 2026 soll Menschen auszeichnen, die mit ihrem Einsatz und ihren Ideen wirklich etwas bewirken und die Pflege zukunftsfähig machen. Sie gehen nicht nur mit der Zeit, sie prägen sie“, sagt Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen.

Zwei Kategorien für besondere Leistungen

Politische Haltung
Ausgezeichnet werden Pflegefachpersonen, die sich langfristig politisch und gesellschaftlich für die Pflege einsetzen – sei es in Gremien, öffentlichen Diskussionen oder durch Engagement für bessere Arbeitsbedingungen. Drei Preisträger:innen erhalten die Gold-, Silber- oder Bronze-Auszeichnung.

Newcomer
Der Sonderpreis für junge Pflegefachpersonen würdigt Innovation, Mut und Tatkraft. Ob Azubi, Berufseinsteiger*in oder junge Fachkraft – wer früh Verantwortung übernimmt und mit neuen Ideen die Pflege voranbringt, kann hier ausgezeichnet werden.

Nominierung und Ehrenamt

Vorgeschlagen werden können ausschließlich Mitglieder der Pflegekammer NRW, sowohl durch Dritte als auch per Selbstnominierung. Die Empfehlung erfolgt in Form eines kurzen Textes (maximal eine Seite), der das Engagement und die besonderen Verdienste der nominierten Person beschreibt.
Darüber hinaus werden alle ehrenamtlich engagierten Mitglieder der Pflegekammer NRW im Rahmen der Preisverleihung mit einer Urkunde gewürdigt. „Unsere Ehrenamtlichen sind ein elementarer Baustein der Pflegekammer NRW. Sie stellen sich den Fragen unserer Mitglieder, engagieren sich in Arbeitsgruppen und bringen ihr Fachwissen auf vielfältige Weise ein. Dafür möchten wir ihnen ebenfalls unsere Wertschätzung zeigen“, ergänzt Postel.

Preisverleihung und Frist

Die feierliche Preisverleihung findet am 12. Mai 2026 im Maritim Hotel Düsseldorf statt und wird von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann begleitet. Das Programm umfasst ein Abendessen sowie ein spannendes Rahmenprogramm.
Vorschläge können bis zum 24. März 2026, 10 Uhr per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. eingereicht werden. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website: www.pflegepreis-nrw.de


Zur Pressemitteilung: https://www.pflegekammer-nrw.de/jetzt-einreichen-herausragende-pflegefachpersonen-fuer-den-pflegepreis-2026-gesucht/

Bildquelle: Pflegekammer NRW

Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels, hoher Arbeitsbelastungen und steigender Anforderungen an Pflegefachpersonen fordert die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz die Einrichtung eines eigenen, pflegespezifischen Landesförderprogramms für Fort- und Weiterbildungen. Ziel ist es, Pflegeeinrichtungen gezielt bei der Qualifizierung von Fachkräften sowie bei der Förderung von Kompetenzen und der Mitarbeitergesundheit zu unterstützen.

„Pflegefachpersonen übernehmen eine immer größere fachliche, organisatorische und rechtliche Verantwortung. Um Pflege langfristig leistungsfähig und attraktiv zu halten, braucht es gezielte und verlässliche Investitionen in Qualifikation, gute Führung und die Gesundheit der Beschäftigten“, sagt Andrea Bergsträßer, Vizepräsidentin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

In Rheinland-Pfalz wurden in den vergangenen Jahren diverse Maßnahmen zur Sicherung von Fachkräften in der Pflege umgesetzt. Die aktuelle „Fachkräftestrategie Pflege 2025“ stellt dabei einen zentralen Schritt dar, um Ausbildung, Nachqualifizierung und Fachkräftesicherung im Land zu fördern. Ziel der Strategie ist es, den steigenden Bedarf an qualifizierten Pflegefachpersonen zu decken und die Attraktivität des Pflegeberufs langfristig zu steigern.

Nach Auffassung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz reichen diese wichtigen Initiativen jedoch nicht aus, um die spezifische Förderlücke bei pflegespezifischen Fort- und Weiterbildungen zu schließen – insbesondere wenn es um die systematische Stärkung von Leitungskompetenzen, gesundheitsfördernden Angeboten und strategischen Instrumenten der Personalentwicklung innerhalb der Einrichtungen geht.

„Wir brauchen eine einfache und praktikable Lösung, bei der die Pflege selbst entscheiden kann, welche Fort- und Weiterbildungsangebote sinnvoll sind und diese ohne hohen bürokratischen Aufwand nutzen kann“, so Andrea Bergsträßer weiter. „Pflegeeinrichtungen und Pflegefachpersonen wissen sehr genau, wo ihre Bedarfe liegen. Genau dort muss eine Landesförderung ansetzen. Es darf nicht am mangelnden Budget der Einrichtungen scheitert.“

Andere Bundesländer gehen inzwischen gezielt auf diese Herausforderungen ein. So plant der Freistaat Bayern, ab 2026 ein eigenes Landesförderprogramm für Fort- und Weiterbildungen in der Pflege einzuführen. Dieses soll insbesondere Qualifizierungen für Führungskräfte und Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit unterstützen. Weiterbildung wird hier als strategisches Instrument zur Stabilisierung von Pflegeeinrichtungen verstanden.

Ein vergleichbares, pflegespezifisches Landesförderprogramm wäre aus Sicht der Pflegekammer auch für Rheinland-Pfalz ein wichtiger Schritt.


Zur Pressemitteilung: https://pflegekammer-rlp.de/pflegekammer-rheinland-pfalz-fordert-eigenes-foerderprogramm-fuer-fort-und-weiterbildungen-in-der-pflege/

Foto: stock.adobe.com - Andy Dean