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Intensivbetreuung in der psychiatrischen Behandlung: Neue Praxisempfehlung der DFPP für (Pflege-)Fachpersonen
Die Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege (DFPP e.V.) hat eine Praxisempfehlung mit dem Titel „Intensivbetreuung in der psychiatrischen Behandlung“ verabschiedet. Das Papier richtet sich an (Pflege-)Fachpersonen in der psychiatrischen Versorgung und versteht sich als praxisbezogene Orientierungshilfe für die Durchführung und Reflexion von Intensivbetreuung in hochakuten Krisensituationen.
Psychiatrische Intensivbetreuung wird als therapeutische Maßnahme in vulnerablen Situationen beschrieben. Sie kommt insbesondere in hochakuten Krisen zum Einsatz und zielt darauf ab, die Bewältigung der Krise zu unterstützen, Schaden zu verhindern und Leid zu lindern. Die DFPP betont dabei, dass Intensivbetreuung so gestaltet werden soll, dass sie von Patient:innen sowie von (Pflege-)Fachpersonen nicht als Kontrollmaßnahme, sondern als unterstützendes und hilfreiches Angebot erlebt wird.
Zentral ist eine bewusste, respektvolle und partizipative Ausgestaltung der Maßnahme. Auf diese Weise können Krisen wirksam begleitet, Zwangsmaßnahmen vermieden oder zumindest gemildert und Genesungsprozesse nachhaltig gefördert werden.
Die Praxisempfehlung umfasst 21 konsentierte Handlungsempfehlungen von Expert:innen. Diese geben einen strukturierten Überblick über zentrale Prinzipien und konkrete Maßnahmen der psychiatrischen Intensivbetreuung. Sämtliche Empfehlungen werden ausführlich erläutert und fachlich begründet.
Mit der Veröffentlichung verfolgt die DFPP das Ziel, die Handlungssicherheit von (Pflege-)Fachpersonen zu stärken, die Qualität der Krisenbegleitung weiterzuentwickeln und dazu beizutragen, dass Intensivbetreuung von Patient:innen als hilfreich erfahren wird.
Die Praxisempfehlung ist online verfügbar. Die DFPP begrüßt die fachliche Auseinandersetzung mit dem Papier sowie Rückmeldungen aus Praxis, Lehre und Forschung.
Zur Pressemitteilung: https://dfpp.de/praxisempfehlung-intensivbetreuung/

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